Zu Gast beim Nachbarn

Vor fast neun Jahren bezog die Gemeinde Dresden-Lockwitz neue Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe der evangelischen Schloßkirche Lockwitz. Nachdem die neuapostolische Gemeinde in den vergangenen Jahren u.a. mit Musikgottesdiensten auf sich aufmerksam gemacht hatte, folgte nun ein weiterer Schritt hin zur Entwicklung positiver Ausstrahlung auf Mitmenschen und verbesserter Beziehungen zu anderen Kirchengemeinden.

Musikalische Vesper in der Schloßkirche Lockwitz

Vor fast neun Jahren bezog die Gemeinde Dresden-Lockwitz neue Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe der evangelischen Schloßkirche Lockwitz. Nachdem die neuapostolische Gemeinde in den vergangenen Jahren u.a. mit Musikgottesdiensten auf sich aufmerksam gemacht hatte, folgte nun ein weiterer Schritt hin zur Entwicklung positiver Ausstrahlung auf Mitmenschen und verbesserter Beziehungen zu anderen Kirchengemeinden:

Eine Musikalische Vesper am 20. September 2009 in der Schloßkirche - neuapostolische Sänger und Musiker waren mit ihren Vorträgen "zu Gast beim Nachbarn" und damit eingebunden in einen Gottesdienst der evangelischen Nachbargemeinde am Sonntagnachmittag. Gemeinsam konnten somit Mitglieder aus mehreren Gemeinden Erbauung durch Wort und Musik erleben.

Das Thema des Tages, umgesetzt auch in den Chormusikvorträgen, war durch das Losungswort zu diesem 15. Sonntag nach Trinitatis bestimmt:

"Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorgt für euch."
(1. Petrus 5, 7)

Chormusik, zum Teil sehr gut bekannt aus den neuapostolischen Chormusiksammlungen, wurde vorgetragen durch den Gemeindechor Dresden-Lockwitz, verstärkt durch Mitglieder des Kammerchores des Kirchenbezirkes und Instrumentalisten.

Bevor eine Bach-Sonate fürFlöte und Harfe erklang, hatten die KammerChoristen im ersten Programmteil mit Kompositionen von Schütz, Homilius und Mendelssohn-Bartholdy einen Akzent mit sächsischer Kirchenmusik gesetzt. Beeindruckend und deutlich zum geistlichen Thema sprechend war hierbei die Vertonung von Homilius zum Bibeltext aus der Bergpredigt: "Ihr sollt nicht sorgen und sagen, was werden wir essen..." (vgl. Matthäus 6, 31.32).

Als ein sich anerkennend, froh und dankbar äußernder Gastgeber griff Pfarrer Dr. Schneider auch diesen Matthäus-Gedanken in seiner Vesper-Predigt auf.

Mit dem altbekannten Kirchenlied "Wer nur den lieben Gott lässt walten" fanden dann alle Anwesenden gleichermassen bekannte und gemeinsame Töne und - so darf man wohl sagen - das gute Gefühl für verschieden-schöne Nachbarschaft.

Man halte nur ein wenig stille
und sei doch in sich selbst vergnügt,
wie unsers Gottes Gnadenwille,
wie sein Allwissenheit es fügt.
Gott, der uns sich hat auserwählt,
der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

Er kennt die rechten Freudenstunden,
er weiß wohl, wann es nützlich sei;
wenn er uns nur hat treu erfunden
und merket keine Heuchelei,
so kommt Gott, eh wir's uns versehn,
und lässet uns viel Gut's geschehn.

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht. (Georg Neumark)

S.Z.

Eindrücke aus der Vesper