Arbeitseinsatz in Colmnitz

Geschwister aus den Gemeinden Dresden-Neustadt, Dresden-Lockwitz, Großenhain, Meißen und Riesa trafen sich im Großenhainer Ortsteil Colmnitz zu einem Arbeitseinsatz, um gemeinsam Schäden zu beseitigen, die ein Tornado angerichtet hatte.

Es war am Nachmittag des Pfingstmontags 2010, als ein Tornado eine Schneise der Verwüstung durch Nordsachsen schlug. Von Torgau kommend, über Mühlberg, Großenhain, Radeburg bis in die Oberlausitz hinein war innerhalb weniger Minuten durch diese Naturkatastrophe bei vielen Menschen nichts mehr, wie es vorher war.

Die Bilanz spricht von einem toten 6-jährigen Mädchen und ca. 40 Verletzten. Häuser wurden abgedeckt, Scheunen stürzten ein, Fensterscheiben gingen zu Bruch, unzählige Bäume wurden entwurzelt, ganze Straßenzüge unpassierbar, auch Stromleitungen wurden zerrissen.

Besonders stark betroffen war die Stadt Großenhain mit ihren Ortsteilen. Nachdem der Wochentagsgottesdienst am 27. Mai aufgrund fehlender Dachziegel und eingedrückter, teilweiser kaputter Scheiben ausfallen musste, konnte dank schneller Reperaturen am Sonntag, 30. Mai, wieder Gottesdienst stattfinden. In einem gesonderten Gebet und einer Gedenkminute wurde der Opfer, Verletzten und Geschädigten, aber auch der vielen freiwilligen Helfer der Katastrophe gedacht.

Getrieben aus der Nächstenliebe fanden sich am 5. Juni 2010 insgesamt 25 Geschwister aus den Gemeinden Dresden-Neustadt, Lockwitz, Meißen, Riesa und Großenhain zu einem Arbeitseinsatz im Großenhainer Ortsteil Colmnitz zusammen. Mit der Beseitigung umgestürzter Bäume, dem Beräumen von Spielplatz und Ortsgarten und dem Befüllen aufgestellter Container mit Dachziegeln und Mauerresten wurde aktiv Hilfe geleistet.

Es war sicher nur ein kleiner Betrag zur Linderung der Sorgen unserer Mitmenschen, aber dieser wurde dankend angenommen. Alle am Einsatz Beteiligten verspürten die Wichtigkeit und Notwendigkeit in solchen Situationen füreinander da zu sein.

R.R.; Fotos: J.R.