Lasst uns Gutes tun!

Die kleine und schlichte Kapelle der Evangelischen Kirche zu Peritz war Aufführungsort eines Benefizkonzertes zugunsten der Erneuerung der Ortsmitte von Colmnitz.

Die Ortschaft Colmnitz, ein kleiner Ortsteil der Großen Kreisstadt Großenhain und im nordwestlichsten Zipfel des Kirchenbezirkes Dresden gelegen, war durch einen Tornado am Pfingstmontag 2010 schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, Bericht siehe unten: In Verbindung stehende Artikel.

Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche NAK-karitativ spendete Anfang November 2010 für die Errichtung eines Generationentreffpunktes in der Colmnitzer Dorfmitte 10.000 EURO. Diese Hilfeleistung sollte mit dem Konzert nachhaltig unterstützt werden.

Unter dem Motto „Siehe, ich will ein Neues schaffen“ gestalteten Sänger und Instrumentalisten des Kirchenbezirkes Dresden unter der Leitung von Priester Thomas Weise ein ansprechendes und ausgewogenes Konzert.

Jung, frisch und glaubensfroh, so kann im Rückblick die Atmosphäre bezeichnet werden, welche sich im Kirchlein ausbreitete. Mut und Zuversicht wurde den Betroffenen des Naturereignisses und allen Anwesenden zugesprochen, aber auch der Hinweis gegeben das Vertrauen ganz auf Gott zu setzen.

Priester Reinhard Rahn, Vorsteher der Gemeinden Riesa und Großenhain, verwies in einem Wortbeitrag darauf, dass man mit der Kraft aus dem Glauben auch nach Schicksalsschlägen und Hiobsbotschaften wieder aufstehen kann und vertrauensvoll mit dem Herrn in die Zukunft blicken darf.

Höhepunkt des Konzertes war der gemeinsame Gesang des Liedes „Morgenlicht leuchtet“. Ein großer Teil der Konzertbesucher kam aus den umliegenden Gemeinden unseres Bezirkes. Leider war die Teilnahme von Betroffenen und Bewohnern der geschädigten Orte sehr gering. Unter den Konzertbesuchern befanden sich auch ein Landtagsabgeordneter, Bürgermeister und Ortschaftsräte.

Ein abschließendes Gebet und ein Segen durch den zuständigen Gemeindepfarrer waren Ausdruck eines schönen Miteinanders im Geiste der Ökumene. In den vorbereitenden Gesprächen zum Konzert war wiederholt zum Ausdruck gekommen, dass wir uns als christliche Kirchen viel mehr mit den Gemeinsamkeiten beschäftigen sollten, als uns mit den Unterschieden aufzuhalten.

Text:R.R./ Fotos: B.R., B.U.