Sei stark und mutig

Apostel Bimberg diente in der Kirche Dresden-Neustadt den Kindern der Kirchenbezirke Bautzen, Dresden und Leipzig.

Das war schöner ein Festtag für die Kinder der Kirchenbezirke Bautzen, Dresden und Leipzig.

Bereits vor dem Gottesdienst zog der Kinderchor mit weit ausladenden Gesten zu dem Lied "Lasst uns miteinander SINGEN - LOBEN - DANKEN dem Herrn" in das Kirchenschiff. Es war annähernd das gleiche Szenario wie beim diesjährigen Pfingstkonzert mit dem Stammapostel in Dresden.

Der Saal war geschmückt mit zwei großen, von den Kindern aus Bautzen und Dresden zu den Kindertagen 2010 und 2011 in Papstdorf gestalteten Bannern "Hand in Hand" und "Gemeinsam Stark" sowie einem Segel neben dem Altar; doch zu diesem Segel später mehr. Weiterhin waren sowohl der Altar als auch die Fensterbänke passend zum Thema mit Tüchern und Fischen dekoriert.

Apostel Bimberg legte dem Gottesdienst das Bibelwort Josua 1, 9 zugrunde. Er las dabei die Übersetzung der Elberfelder Bibel vor "Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst."

Apostel Bimberg ging zuerst auf das Eingangslied "Lasst die Herzen immer fröhlich" ein. Immer fröhlich, geht denn das? Denken wir an die Schule, an missratene Arbeiten oder Prüfungen, wer kann da schon fröhlich sein? Immer nur Spaß und Lachen gibt es leider nicht in unserem Leben, das "immer fröhlich" ist unsere Grundfreude in Gott, die jederzeit Grund zu Dank und Lob gibt. Diese Freude soll in unserer Seele fest verankert sein.

Der Apostel verwies dann auf den , von dem im Bibelvers die Rede ist. Mut braucht man zum Brücken bauen. Es erfordert viel Mut, um eine Brücke zum Herzen des Nächsten zu bauen, insbesondere dann, wenn Brücken abgebrochen sind und neu aufgebaut werden sollen. "Habt Mut!", rief er den Kindern zu.

Maßloser Mut ist Übermut. Es gibt im Leben sogenannte Mutproben, die jedoch weder Stärke noch Klugheit beweisen.

Apostel Bimberg erwähnte auch den Kampf Davids gegen Goliath. David war kein Feigling, "Ich kämpfe für den Herrn" war seine Grundeinstellung.

Der zweite Begriff im Bibelwort ist . Hierbei ist jedoch nicht die körperliche Kraft gemeint, sondern andere Kräfte. Kräfte, die in der Lage sind zu beherrschen. Apostel Bimberg ging dabei auf die Selbstbeherrschung ein. Der Kampf gegen sich selbst ist der schwerste Kampf. Die Stärke haben, sich selbst zu beherrschen, Ruhe zu bewahren, sich um Frieden zu bemühen, das ist echte Stärke. Wenn Gott mit uns ist, dann haben wir diese Stärke.

Legen wir in Gottes Hand, was uns belastet, dann gibt uns Gott geistige Stärke und wird für uns kämpfen und uns Mut geben. Zum Beispiel Mut zu Entscheidungen, die anders sind, als die Entscheidungen unserer Mitschüler.

Der Bezirksälteste Cramer aus Leipzig ging in seinem Mitdienen auf Jesus ein, der über das Wasser lief. Petrus tat es ihm nach, doch ihn verließ der Mut und somit sank er. Aber Jesus zog Petrus wieder heraus. Jesus ist bei uns, jeden Tag und sagt: "Ihr seid nicht allein!"

In der Vorbereitung auf das Sakrament des Heiligen Abendmahls verwies der Apostel auf das Segel, welches neben dem Altar aufgespannt war. Man kann mit dem Wind segeln - aber auch gegen den Wind, wenn man weiß, wie.

Nach der Sündenvergebung wurden zwei Babys getauft und versiegelt.

Nach dem Gottesdienst wurden durch Schwestern und Brüder der Gemeinde Dresden-Neustadt Wiener Würstchen, Brötchen, Kartoffelsalat und belegte Brötchen zur Stärkung angeboten. In der Pause konnten die Kinder auf dem Innenhof spielen und in den Nebenräumen zeichnen, basteln und Buttons pressen.

Im zweiten Teil des Tages trugen die Kinder aus dem Kirchenbezirk Dresden das Bibelspiel "Die Stillung des Sturmes" vor. Unter Einbeziehung des Publikums wurde die Begebenheit von Jesus auf dem See Genezareth gespielt. Sogar ein Pirat war dabei, obwohl der damals zu Jesu Zeit gar nicht existierte.

Anbei noch ein paar Gedankensplitter der Kinder:

  • „Ich soll und darf meinen Kinderlehrer anrufen und bitten, dass er für mich betet, wenn ich Hilfe brauche, das finde ich toll.“
  • „Der Goliath war sehr groß, vielleicht sogar 2,90m. Seine Rüstung war 70kg schwer und allein die Spitze des Speers wog 10kg. Aber Goliaths Stärke hat nichts genützt. Wir Kinder sind klein wie David, aber mit Gott sind wir stark und können mutig sein.“
  • „Die drei Männer im Feuerofen waren mutig. Obwohl sie nicht wussten, ob Gott ihnen helfen will, sind sie lieber in den Ofen gegangen, als zu tun, was der König will.“
  • „Das Essen war superlecker und die Dresdner ganz toll - vielen lieben Dank in die Landeshauptstadt!“
  • „Die Kirche war so toll geschmückt, mit Booten, Netzen, Segel. Alles schon für das Bibelspiel am Nachmittag. ‚Die Stillung des Sturmes’ hieß es und war für alle zum Mitmachen. Da mussten wir wie die Frösche quaken, wie Vögel piepsen, wie Fische blubbern, wie Wind blasen…. Auch die Erwachsenen mussten mitmachen und der neue Bezirksälteste war ein Berg. Der musste immer aufstehen mit den anderen Bergen, das fand ich toll!“

H.L. / J.+S. K.