Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen!

Für Kinder aus Tschernobyl gestalteten der Bezirkskinderchor und der Kammerchor des Kirchenbezirkes Dresden sowie Vokal- und Instrumentalsolisten ein Benefizkonzert in der Schlosskapelle Moritzburg.

Auch in diesem Jahr gestalteten Sänger und Instrumentalisten aus dem Kirchenbezirk Dresden in der Schlosskapelle Moritzburg ein Konzert, um Spenden für den Verein vom Kinderkurheim Volkersdorf "den Kindern von Tschernobyl" zu sammeln.

Das Programm wurde mit zwei Liedern des berühmten Dresdner Komponisten Rudolf Mauersberger eröffnet. Ein Doppelquartett aus der Kirchengemeinde Radebeul sang die beiden Lieder "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" sowie "Komm, lass uns gehn".

Geistliche Chormusik des Kammerchores unter der Leitung von Matthias Doetz aus mehreren Epochen und Stilrichtungen von bekannten Größen wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Melchior Vulpius, Maurice Duruflé und vielen anderen bereiteten einen abwechslungsreichen Ohrenschmaus.

Vorgetragen wurde unter anderem die Motette "Jesu meine Freude" von Johann Sebastian Bach. Diese wurde jedoch nicht in ihrer Gesamtheit gesungen. Rezitation - vorgetragen durch Monique Lewandofski - und Gesang wechselten sich dabei wohltuend ab. Begleitet wurde der Kammerchor durch Jan Hausdorf am Continuo.

Der Höhepunkt in diesem Jahr war der Auftritt des Bezirkskinderchores unter der Leitung von Christine Ebert. Die in den vergangenen Wochen und Monaten mit viel Fleiß und Disziplin einstudierten Lieder wurden alle auswendig vorgetragen und sorgten für spürbare Begeisterung unter den Zuhörern. Das Motto dieses Konzertes "Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen!" wurde von den Kindern und dem Kammerchor gemeinsam vorgetragen. Dabei sang der Kinderchor eine Strophe in französischer Sprache.

Regelrecht Gänsehaut zu spüren war bei zwei Vorträgen des Männerchores. Wunderbar weich und fließend vorgetragen mit Unterstützung der tollen Raumakustik der Schlosskapelle. Jan Hausdorf überzeugte ein weiteres Mal durch ausdrucksstarkes und gefühlsbetontes Klavierspiel, unter anderem mit der "Träumerei" aus den Kinderszenen von Robert Schumann.

Nicht zu vergessen an diesem Nachmittag auch Jördis Urban, die mit ihrer einfühlsamen, kompetenten und lockereren Art durch das Programm führte.

Viele Konzertbesucher füllten die Schlosskapelle bis auf den letzten Platz. Das Publikum bedankte sich am Ende mit einem lang anhaltenden Applaus.

B.S./T.W. - Fotos: T.W./C.J.