Festgottesdienst mit Ruhesetzungen

Bereits viele Monate vorher stand fest, am 31.10.2021 wird Apostel Jens Korbien einen Gottesdienst in Riesa halten und die Inruhesetzung von drei Brüdern der Gemeinde vornehmen.

Nachdem die Gemeinde erst kürzlich eine neue Versammlungsstätte bezogen hatte, schauten die Geschwister diesen Termin mit gemischten Gefühlen und einer gewissen Bangigkeit, die Zukunft der Gemeinde betreffend, entgegen.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Teilnehmerzahl begrenzt werden, selbst die Vorsteher des Ältestenbezirkes und engere Familienangehörige konnten deshalb nicht teilnehmen.

Der Apostel verwendete für den Gottesdienst das bekannte Bibelwort aus Matthäus 7,7.8, wo es konkret um das Bitten, Suchen und Anklopfen geht. Schnell entsteht die Meinung, unsere Bitten wurden nicht erhört, die Suche war völlig vergeblich und auf das Anklopfen gab es keine Reaktion. Weil das gewünschte Ergebnis nicht eintrat, werden wir leider zu schnell ungeduldig. Im späteren Nachschauen stellt man aber fest, es haben sich Türen aufgetan, die vorher gar nicht wahrgenommen wurden, auf die Bitten gab es eine andere Art der Erhörung und auch die Suche stellte sich nicht mehr als vergebens dar.

Bezogen auf die in den Ruhestand tretenden Brüder, erklärte der Apostel, dass Erfolg und Ergebnis nicht immer sichtbar und messbar sind, manches verborgen bleibt und dennoch weiß der Herr jegliche Mitarbeit zu segnen und zu lohnen.

In diesem Gottesdienst dienten noch einmal der scheidende Vorsteher und auch unser Bischof Matthes mit.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles versetzte der Apostel den langjährigen Vorsteher Priester Rahn, sowie Priester Stein und Diakon Berger in den Ruhestand. Die Gemeinde wird in Zukunft von Brüdern der umliegenden Gemeinden und den Bezirksämtern bedient. Die seelsorgerische Betreuung der Geschwister liegt auch weiterhin in den Händen der beiden Priestern in Ruhe.

Der Gottesdienst fand einen schönen musikalischen Rahmen, alle dargebotenen Lieder waren Wunschlieder der scheidenden Brüder und wurden von deren Kindern und ehemaligen Riesaern mit Partnern vorgetragen. Anschließend gab es noch eine Präsentation über den Werdegang der Brüder; mit viel Humor gewürzt. Viel Freude lösten auch Grußbotschaften ehemaliger Riesaer Geschwister und Wegbegleiter aus. Da Priester Rahn auch einige Jahre (2004 -2012) in der ehemaligen Gemeinde Großenhain als Vorsteher diente, überraschten ihn von dort stammende Geschwister, die jetzt zur Gemeinde Meißen gehören, nach dem Gottesdienst mit einem Empfang auf dem Hof, wobei auch ein paar Geschenke übergeben wurden.

Der Nachmittag, nun bereits zeitiger Abend, klang mit einem Sektempfang und einem reichlichen Buffet aus.

Danke, an alle lieben Familienangehörigen und Geschwister, die sich für das Gelingen und die Gestaltung dieses Festtages eingebracht haben.