Schöpfung bewahren - Kindertag 2025

Maskottchen Ursula von den Eulen und Ralf Rabe berichten von ihrer Reise nach Seifhennersdorf zum Kindertagswochenende im Kirchenbezirk Dresden.

Hallöchen, ich habe zu berichten ….!

Hier ist euer Ralf. Naja, nicht nur ich, sondern auch Ursula von den Eulen.

Wir waren beim diesjährigen Kindertag am 29/30. August nämlich zu zweit dabei. Denn vier Flügel flattern besser und vier Augen entdecken mehr. Da Ursula noch eine wichtige Sitzung im Waldparlament hatte, kam sie etwas später dazu.

Angefangen von der Begrüßung bis zur Verabschiedung war wieder alles großartig organisiert. Selbst für mich Raben und auch für Eulen war das Gelände in Seifhennersdorf im Zwergenland, äh ich meine natürlich Querxenland, ein superschöner Ort zum Toben und Spielen. Viele Erwachsenenmenschen hatten sich schon vorher Gedanken gemacht, damit Menschenkinder gut spielen und sich beschäftigen konnten.

Aber mal der Reihe nach. Ursula schaut mir schon wieder beim Schreiben über die Schulter und meckert über meine Kommasetzung. Naja, sie ist das Schreiben durch ihre parlamentarische Arbeit gewohnt. Sie ist im Parlament nämlich für Erstellung von Aufgaben in den Schulheften der Kinder zuständig.

Diesmal lautete das Motto: „Alles, was Gott macht, ist sehr gut“. Ob das so stimmt?

Noch bevor es losging, musste - wie immer – eine gefühlt zwölfstündige Einweisung und Ansprache mehrerer Personen erfolgen. Das Beste war natürlich das Gebet, denn danach geht’s ja bekanntlich los. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto gab es erstmal Mittagessen: Für Menschen Nudeln mit Gulasch und für mich gab es Brennesselnudeln mit Hagebuttensoße. Lecker. Mein Cholesterinspiegel war vor zwei Wochen zu hoch, deswegen entschlacke ich ein bisschen. Na, das kennt ihr ja. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es an verschiedene Bastelstände. Es gab Holz basteln, Zinngießen, Tischtennis, Volleyball, Kinderschminken, Musikecke, Planeten basteln, Speckstein schnitzen, Seife basteln, Kettcar fahren, Fußball, Wasserraketen bauen und kleine Stoffbeutel bemalen.

Weil natürlich basteln hungrig macht, gab es wie immer gegen eine abgerissene Kartenecke Eis. Ich bin auch in mein Nest geflogen, legte meine Flügel hoch und aß mein mitgebrachtes Vogelbeerenwassereis. Ja - Cholesterin. Richtig! Auch wenn es zwischendurch mal regnete, die Kinder bastelten wie die Weltmeister. Doch irgendwann hat auch das Basteln ein Ende, zum Glück, denn meine Flügel waren jetzt doppelt so schwer wie sonst.

Natürlich wurde zum Abendessen gegrillt. Fröhliche Grillmeister in flott genähten Schürzen gehüllt gaben ihr Bestes. Ich bereitete mir derweil ein „Chili sine Wurm“ zu und war nun bereit für den Abend und stylte mir noch die Rabenlocke für Ursula zurecht. Leider war sie zu geschafft von ihrer Sitzung, aß nur eine Portion Chili und legte sich dann auf ihr Bett. Wir hatten natürlich getrennte Nester.

Ich flog mit zur Disco und konnte mal wieder abhotten. Ey der DJ war mega! Und die Kinder erst,  die haben doch echt die Robbe gemacht! Das schaff ich nicht mehr! Geschafft, triefend nass und glücklich gings dann zum Lagerfeuer, an dem es Knüppelkuchen gab. Da ich davon Blähungen bekomme, ließ ich die Mahlzeit großzügig ausfallen. 

Zum Abschluss dieses Tages gab es eine kleine Andacht. Eigentlich eine Minecraft-Erklärung. Da wurde beschrieben, dass man sein Leben mit Gott und den verschiedensten Ressourcen bauen und mit ihm den Enderdrachen besiegen kann. Logischerweise kann man das mit Freunden spielen bzw. bauen und vom Kreativmodus in den Überlebensmodus (Schulzeit) und Abenteuermodus wechseln. War  das spannend, da konnten die Kinder echt mitmachen und mitreden. Selbst das Gebet haben die Kinder mitgestaltet! Am Ende des Tages fielen die Kinder mehr oder weniger sauber, fröhlich und schnell ins Bett. Ich flog natürlich völlig fertig in mein Nest und ratzte erstmal bis zum Morgen durch.

Geweckt durch einen Sonnenstrahl, der durch die Blätter kam, flogen Ursula und ich gemeinsam zu unserem Frühstück, so wie die Kinder zu ihrem gingen. Ihr wollt wissen was? Na ein Müsli aus Kastanienrindenschalen und dazu Sommerkleemilch. Wir mussten uns beeilen, denn wir hatten fast verschlafen, 10 Uhr startete ja der Gottesdienst. Wir saßen wieder vorn und durften die bunt gekleideten Menschen sehen. Die Kinder gestalteten ein kleines Anspiel, das einen sprechenden Apfel und einen versteckten Stern; und natürlich auch die harte Arbeit Gottes, mit der Schöpfung, darstellte. Großartig - Gott hatte zum Glück ein Handy mit Taschenlampe und konnte so alles überblicken! Toll fanden ja Ursula und ich, dass die Kinder nach vorn kommen konnten und Tiergeräusche machten oder ihre Kuscheltiere zeigten!

Mit Michael Friedel hatten wir echt einen Dienstleiter, der nicht nur von Gottes wunderbarer Schöpfung predigte, sondern auch spannende Sachen sagte, z.B. dass es jeden Fingerabdruck nur einmal gibt. Buh, gilt bestimmt auch für Raben und Eulen. Jeder Mensch ist perfekt gemacht und gut so und wirklich echt jeder. Dafür sollten eigentlich alle dankbar sein! Gott macht echt alles sehr gut - deshalb sollen wir besonders die Schöpfung wahrnehmen und schützen! Hausaufgabe für alle! Therese Lakatos brachte dann noch einen Punkt zur Sprache. Was könnte denn in der Bibel vom 8. Tag und weiteren Tagen stehen? Die Kinder machten auch hier super mit. Die Menschen sollen eben Schöpfungsbewahrer sein. Klasse. Aber eine kleine Hilfe hatten die Kinder ja schon, denn sie hatten das ja auch auf ihrem T-Shirt stehen. Gott segnete die Erde, denn sie war ist und bleibt perfekt. Der Gesang der Kinder und auch der Gemeinde brachten uns beiden, Ursula und mir, öfter mal eine Putenhaut, oder heißt es Gänsehaut? Aber meistens wippten wir mit und sangen mit. Zum Glück überdeckten uns das Klavier oder die Gitarren und wenns schief klang meist alles zusammen. Naja, auch Gottesdienstende haben ihre Berechtigung, denn Kinder und Raben und Eulen brauchen ja Bewegung!

Ein cooler, mit vielen Helfern organisierter kreativer Spaziergang, bei dem es verschiedene Stationen gab, überbrückte die Zeit bis zum Mittagessen. Vorher musste natürlich noch das Nest oder Zimmer aufgeräumt werden, was natürlich niemals überwertet werden darf! Nach dem Essen ging es für die Kinder zum Schlaf nachholen nach Hause. Auch Ursula und ich flogen diesmal im begleiteten Flug nach Hause. Da waren wir echt froh, dass alles pünktlich flog und kein Flugverbot mehr war. Ziemlich geschafft, mit Muskelkater und Sand in den Augen, folgten wir der Flugformation.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Kindertag. Nächstes Jahr soll er wieder am 29./30. August stattfinden - save the date - aber diesmal in Papstdorf.

Bis dahin bleibt behütet und behütet die Schöpfung!

Eure Glaubenseule Ursula von den Eulen und euer Glaubensrabe Ralf Rabe